Liebe Gläubige der Pfarrei St. Michael!

Suche Frieden und jage ihm nach! (Ps 35,15)

Diese Worte des Psalmisten haben in all den Jahrhunderten, seit sie aufgeschrieben worden sind, nichts an Aktualität verloren und bleiben auch für uns heute noch immer Auftrag. Der Friede ist zunächst einmal für uns eine Gabe, die der auferstandene Herr Jesus Christus seinen Jüngern mitteilt. „Der Friede sei mit euch!“ So hören wir es noch heute in jeder Feier der Hl. Messe, wenn wir daran erinnert werden, dass wir die empfangene Gabe des Friedens nicht für uns selbst behalten können, sondern dass Frieden stets auch Auftrag bleibt, an dem wir mitzuwirken haben. Friede beginnt im Kleinen, wo ich selbst bereit bin Wege der Versöhnung zu gehen, der Annahme und der Vergebung. Der Frieden Christi ist deshalb Gabe und Auftrag zugleich und das in allen Zeiten auf neue Weise.

Wir Menschen müssen immer wieder erkennen und lernen, dass wir Frieden nicht verordnen oder erzwingen können, er ist vor allem auch immer Frucht des Geistes und damit des Gebetes. Unter diesem Gesichtspunkt versammeln sich seit dem furchtbaren Kriegsbeginn in der Ukraine, der sich in wenigen Tagen zum zweiten Mal jährt, einige Frauen aus unserer Pfarrei Woche für Woche um im Anliegen um Frieden zu beten. Sowohl die Gebetsgruppe, die sich in St. Josef trifft, betet in besonderer Weise um den Frieden, als auch die Frauen, die sich jeden Donnerstag vor der Werktagsmesse in der Kapelle der schmerzhaften Mutter in St. Marien treffen. Ich bin den Frauen dankbar, dass sie diese Gebetskette initiiert haben und miteinander im Gebet um Frieden ringen. Im Rosenkranzgebet betrachten sie miteinander das Leben Jesu, wie es uns die Evangelien nahelegen. Ein Zeugnis des festen Vertrauens auf Gott, der das Gute in uns Menschen bewirkt und uns so Wege des Friedens führt. Mit zu dieser Gebetszeit gehört für die Frauen in St. Marien aber seither auch jedes Mal ein Gebet, das der Steyler Missionar P. Manfred Krause SVD verfasst hat. Ein Gebet, dass viele Anliegen und Perspektiven in sich vereint. Ich danke ausdrücklich Frau Michaela Kiefer, die sich im Jahr des Gebetes 2024, bereit erklärt hat, dieses Gebet in unserem Pfarrbrief mit allen Gläubigen zu teilen. Das Gebet der Menschen ist das Fundament, auf dem auch unsere Pfarrei ruht.

Bleiben wir deshalb im Gebet miteinander verbunden!

Mit den besten Segenswünschen von Haus zu Haus.

Mit den besten Segenswünschen von Haus zu Haus

Ihr Kaplan Kevin Schirra

Mein Herr und mein Gott,
meine Bitten sind so vielfältig,
die Wünsche der Menschen so
unterschiedlich.

Lass sie mich mit in mein Gebet nehmen,
sind wir doch alle deine Kinder
und Geschwister untereinander.

So schenke den Hungrigen Brot,
den Durstigen Wasser,
den Armen Hoffnung
und den Reichen Großmut.

Schenke den Traurigen Trost,
den Einsamen Gemeinschaft,
den Kranken Kraft
und den Verzweifelten Mut.

Schenke den Bittenden Hilfe,
den Suchenden Wege,
den Irrenden Licht
und den Kraftlosen Leben.

Schenke den Schwachen Stärke,
den Ängstlichen Beherztheit,
den Flüchtenden Heimat
und den Friedlosen Frieden.

Schenke uns Segen
auf all unsren Wegen,
du treuer Wegbegleiter.

P. Manfred Krause SVD